Times of Reformation

Events

Fall Konstantinopels

1453

Heiliges Römiches Reich Deutscher Nation

Johannes Reuchlin

January 29, 1455

Johannes Reuchlin (* 29. Januar 1455[1] in Pforzheim; † 30. Juni 1522 in Stuttgart), auch Johann Reichlin, gräzisiert Kapnion, Capnio, war ein deutscher Philosoph, Humanist, Jurist und Diplomat. Er gilt als der erste bedeutendere deutsche Hebraist christlichen Bekenntnisses.

Johannes Oekolampadius

1482

Johannes Oekolampad wurde in der damals kurpfälzischen (seit 1504 württembergischen) Stadt Weinsberg geboren. Der Geburtsname war Johannes Heussgen (auch Husschyn, Hussgen, Huszgen oder Hausschein geschrieben) den er, wie in dieser Zeit unter Humanisten üblich, ins Griechische übersetzte (οἶκος: Haus und λαμπάς: Lampe). Sein Vater war ein angesehener Bürger, die Mutter entstammte einem Basler Ratsherrengeschlecht.

Ab 1499 studierte Oekolampad in Bologna Rechte, in Heidelberg, Tübingen und Stuttgart Theologie, Hebräisch und klassische Sprachen. Von 1506 bis 1508 war er pfälzischer Prinzenerzieher in Mainz. 1510 wurde Oekolampad zum Priester geweiht und bekam eine Pfarrstelle an der Johanneskirche in Weinsberg. Dort erregte er mit seinen reformorientierten Predigten Anstoß und verließ daher die Stadt 1518.

Martin Luther

November 10, 1483

Martin Luther (* 10. November 1483 in Eisleben, Grafschaft Mansfeld; † 18. Februar 1546 ebenda)

Philipp Melanchthon

February 16, 1497

Philipp Melanchthon (eigentlich Philipp Schwartzerdt; * 16. Februar 1497 in Bretten; † 19. April 1560 in Wittenberg) war ein Philologe, Philosoph, Humanist, Theologe, Lehrbuchautor und neulateinischer Dichter. Er war als Reformator neben Martin Luther eine treibende Kraft der deutschen und europäischen kirchenpolitischen Reformation und wurde auch „Praeceptor Germaniae“ (Lehrer Deutschlands) genannt.

Thesen Anschlag Luhers

October 31, 1517

Leipziger Disputation

June 27, 1519 - July 16, 1519

Als Leipziger Disputation wird ein heftiges theologisches Streitgespräch zwischen dem katholischen Theologen Johannes Eck und den führenden Vertretern der reformatorischen Bewegung, Martin Luther, Andreas Karlstadt und Philipp Melanchthon, bezeichnet, welches im Jahr 1519 stattfand.

Bereits seit 1518 hatte es theologische Auseinandersetzungen zwischen Eck und den Reformatoren gegeben, die in schriftlicher Form ausgetragen wurden. Daraufhin wurde ein Klärungsgespräch vorgeschlagen, welches – von der Universität Leipzig organisiert – vom 27. Juni bis zum 16. Juli 1519 auf der Leipziger Pleißenburg in Gegenwart des Herzogs Georg von Sachsen – eines entschiedenen Gegners der Reformation – stattfand. Hauptthemen waren die Stellung des Papstamtes und der kirchlichen Lehrautorität, die menschliche Willensfreiheit im Verhältnis zur göttlichen Gnade sowie der Ablass.

Wahl von Karl V.

June 28, 1519

Am 28. Juni 1519 wählten die Kurfürsten Karl in Frankfurt am Main in Abwesenheit zum römisch-deutschen König.

Von der Freyheith eines Christenmenschen

1520

Von der Freyheith eines Christenmenschen (lateinischer Titel: De libertate christiana) ist der Titel einer aus 30 Thesen bestehenden Denkschrift Martin Luthers aus dem Jahr 1520. Das Werk Luthers gehört zu seinen bedeutendsten Schriften zur Reformationszeit. Die Denkschrift widmete Luther seinem Freund Hieronymus Mehlpfordt (Hermann Mühlpfordt), dem Bürgermeister der Stadt Zwickau in Sachsen.Anlass für die Schrift war die gegen Martin Luther gerichtete päpstliche Bannbulle. Der Kammerherr Karl von Miltitz aus Sachsen versuchte im Streit zwischen Luther und dem Papsttum zu vermitteln, indem er einen Sendbrief an Papst Leo X. schrieb und ihm die ins Lateinische übersetzte Denkschrift hinzufügte

Exsurge Domine

June 15, 1520

Exsurge Domine (lat.: „Erhebe dich, Herr“ – eine Mischung von Bibelzitaten aus Ps 7 LUT und 80 LUT) ist eine päpstliche Bannandrohungsbulle, die am 15. Juni 1520 von Papst Leo X. als Antwort auf Martin Luthers 95 Thesen verabschiedet wurde.

In der Bulle wird Luther aufgefordert, innerhalb von 60 Tagen 41 der in seinen Werken vertretenen Thesen zurückzunehmen. Im Falle der Weigerung drohte Luther die Exkommunikation. Luthers Antwort auf die Bulle ist die auf Anregung Miltitz' entstandene und an H. Mühlpfordt gerichtete Schrift „Von der Freyheith eines Christenmenschen“ samt einem Sendbrief an Papst Leo X. aus dem Oktober 1520 (vordatiert auf September 1520). Luthers Position in dem Sendbrief bemisst sich bereits nach dem Grundsatz sola scriptura:

„Darüber hinaus kann ich nicht dulden Regel oder Maß, die Schrift auszulegen, dieweil das Wort Gottes, das alle Freiheit lehret, nicht soll noch muss gefangen sein.“

Am 10. Dezember 1520, nach Ablauf der Widerrufsfrist, verbrannte Luther sein Exemplar der Bulle – als Reaktion auf die Verbrennung seiner eigenen Werke durch Vertreter der Kirche – öffentlich. Im Sächsischen Hauptstaatsarchiv in Dresden ist jedoch ein Original der Bulle erhalten, das 2004 bei der Sächsischen Landesausstellung „Glaube und Macht - Europa im Zeitalter der Reformation“ im Schloss Hartenfels in Torgau gezeigt wurde; in den vatikanischen Archiven existiert ebenfalls ein Exemplar. Der Vatikan antwortete konsequent mit der endgültigen Exkommunikation durch die Bannbulle Decet Romanum Pontificem vom 3. Januar 1521.

Krönung von Karl V.

October 23, 1520

Seine Krönung fand am 23. Oktober 1520 in Aachen statt. Anschließend nannte sich Karl „erwählter römischer Kaiser“ wie sein Großvater Maximilian I. Papst Leo X. willigte am 26. Oktober 1520 in das Führen dieses Titels ein.

Decet Romanum Pontificem

January 3, 1521

Decet Romanum Pontificem ist eine päpstliche Bannbulle vom 3. Januar 1521, mit der Leo X. die in der Bannandrohungsbulle Exsurge Domine angekündigte Exkommunikation Martin Luthers vollzieht, nachdem Luther der in dieser Bulle geäußerten Aufforderung zum Widerruf seiner Thesen keine Folge geleistet hatte. Außerdem werden Luther und seine Anhänger zu Häretikern deklariert.

Reichstag zu Worms

January 27, 1521 - May 26, 1521

Der Reichstag wurde am 27. Januar eröffnet. Er endete mit dem Reichsabschied vom 26. Mai 1521. Kaiser Karl V. hielt sich seit dem 28. November 1520 in der Stadt auf.[1] Die Einquartierungen der Teilnehmer am Reichstag und ihres Gefolges waren mit Belastungen der Bürger verbunden. In der Stadt war „alles wüst und wild“, oft hätten drei oder vier Menschen am Tag ihr Leben eingebüßt, berichtet der Zeitzeuge Dietrich Butzbach am 7. März.[2] Die Fastenzeit wurde ignoriert, Prostitution gab es, es wurden Stechen gepflegt und manche tranken sich am starken Wein zu Tode. Der päpstliche Nuntius, Hieronymus Aleander, war am Tage seines Lebens nicht mehr sicher, nachdem er am 13. Februar Maßnahmen gegen Martin Luther gefordert hatte. Ein gewaltsames Eingreifen des Reichsritters Franz von Sickingen schien möglich. Die Stimmung in der Wormser Bevölkerung war pro-lutherisch. Eine von Lutheranern errichtete Druckerei brachte kirchenfeindliche Werke, Schriften Ulrich von Huttens und Pamphlete unter das Volk.

Deutscher Bauernkrieg

1524 - 1526

Als Deutscher Bauernkrieg (auch Revolution des gemeinen Mannes) wird die Ausweitung lokaler Bauernaufstände ab 1524 in weiten Teilen des süddeutschen Sprachraumes (Süddeutschland, Thüringen, Österreich und der Schweiz) bezeichnet, wobei die Bauern mit ihren Zwölf Artikeln von Memmingen erstmals fest umrissene Forderungen formulierten, welche als frühe Formulierung von Menschenrechten zählen. In Schwaben, Franken, dem Elsass und in Thüringen wurden die Aufstände 1525, im Kurfürstentum Sachsen und Tirol 1526 niedergeschlagen. Diesem Bauernkrieg gingen Aufstände in Livland,[1] Ungarn, England und der Schweiz voraus.

Badener Disputation

May 19, 1526 - June 8, 1526

Die in der Stadtpfarrkirche im aargauischen Baden vom 19. Mai bis 8. Juni 1526 abgehaltene Badener Disputation war ein von ca. 200 namentlich bekannten Teilnehmern besuchtes öffentliches Streitgespräch zwischen Vertretern der altgläubigen Kirche und Anhängern der Reformation. Es war der mit der österreichischen Übergangsregierung in Württemberg und dem Bischof von Konstanz abgestimmte Versuch der damals noch mehrheitlich altgläubigen schweizerischen Orte, den Zürcher Reformator Huldrych Zwingli zum Schweigen zu bringen und die Glaubenseinheit der Eidgenossenschaft zu bewahren. Das Scheitern dieses Versuchs markiert den eigentlichen Beginn des für die Schweiz charakteristischen konfessionellen Nebeneinanders mit bis in die Gegenwart reichenden politischen und gesellschaftlichen Folgen.

Reichstag zu Speyer I

June 25, 1526 - August 27, 1526

Ferdinand I., der zu dieser Zeit noch Erzherzog von Österreich war und in Speyer seinen Bruder Karl V. vertrat, forderte in der Eröffnungsansprache eine Unterstützung Ungarns gegen die Türkengefahr ein. Diese Bitte bekräftigte später ein Gesandter des ungarischen Königs Ludwig II.. Einige Reichsstände, allen voran Landgraf Philipp I. von Hessen und Kurfürst Johann von Sachsen, beharrten aber darauf, zuerst religionspolitische Fragen zu klären.[1]

Nachdem Ferdinand I. auf Anweisung seines Bruders von der Forderung einer strikten Durchführung des Wormser Edikts abrückte, wurde vom Reichstag beschlossen, dies den Ständen selbst zu überlassen. Im Gegenzug beschlossen die Reichsstände zum Abschluss des Reichstages am 27. August 1526 den Ungarn mit 24 000 Soldaten zu helfen. Durch die nur zwei Tage später stattfindende Schlacht bei Mohács wurde die Entsendung der zugesagten Truppen obsolet.[2]

Mehrere lutherische Landesherren gründeten in der Folge Landeskirchen, die ihnen neben der weltlichen auch die höchste geistliche Gewalt in ihrem Territorium einräumten.

Reichstag (Speyer II)

March 15, 1529 - April 22, 1529

Der Reichstag (Speyer II) dauerte vom 15. März bis zum 22. April. Es erfolgte die Wiedereinsetzung des Wormser Ediktes. Daraufhin fand auf diesem Reichstag die Protestation zu Speyer statt, in welcher die protestantischen Fürsten und Reichsstädte gegen die Verhängung der Reichsacht gegen Martin Luther protestierten – von dieser Aktion leitet sich der Begriff des „Protestantismus“ ab. Sie verweigerten Ferdinand I. in diesem Zusammenhang jede militärische Unterstützung gegen Johann Zápolya und Süleyman I. im Ersten Österreichischen Türkenkrieg.[3] Das Wiedertäufermandat ist eine Sammlung von Beschlüssen des Reichstages, die die religiöse Bewegung der Täufer bekämpfen sollte.

Heute erinnert die neugotische, 1893–1904 erbaute Gedächtniskirche an die Protestation.

Protestation zu Speyer

April 19, 1529

Am 19. April 1529 trafen sich auf dem Reichstag zu Speyer sechs Fürsten und die Bevollmächtigten von vierzehn Reichsstädten als Vertreter der protestantischen Minderheit gegen die Verhängung der Reichsacht über Martin Luther sowie die Ächtung seiner Schriften und Lehre, um die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens zu fordern.

Marburger Religionsgespräch

October 1, 1529 - October 4, 1529

Das Marburger Religionsgespräch fand vom 1. bis 4. Oktober 1529 auf Einladung des Landgrafen Philipp des Großmütigen auf dem Marburger Schloss statt. Da auf dem Reichstag zu Speyer 1529 erneut das Wormser Edikt bestätigt worden war, versuchte Philipp von Hessen die Sache der Reformation zu stärken, indem er beide Zweige der Reformation für eine gemeinsame Linie gegen die Altgläubigen und die Habsburger gewinnen wollte. Das aber war nur möglich, wenn sie sich in grundlegenden theologischen Fragen einigten. Insbesondere um die Bedeutung des Abendmahls gab es seit spätestens 1527 einen heftigen Streit zwischen Martin Luther und Ulrich („Huldrych“) Zwingli, der von Seiten Luthers als kirchentrennend angesehen wurde (Abendmahlsstreit). Das Gespräch sollte diesen Streit beilegen.

Kaiserkrönung durch Clemens VII.

February 24, 1530

Im Jahre 1530 wurde Karl V. offiziell, als letzter römisch-deutscher Herrscher, durch Papst Clemens VII. in Bologna zum Kaiser gekrönt.

Confessio Augustana

June 25, 1530

Die Confessio Augustana (CA), auch Augsburger Bekenntnis (A.B.) oder Augsburger Konfession, ist ein grundlegendes Bekenntnis der lutherischen Reichsstände zu ihrem Glauben. Sie wurde am 25. Juni 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg Kaiser Karl V. von den Reichsständen der lutherischen Reformation dargelegt. Sie war Basistext der Religionsgespräche, Grundlage des Schmalkaldischen Bundes, Toleranzgrundlage des Augsburger Religionsfriedens und gehört noch heute zu den verbindlichen Bekenntnisschriften der lutherischen Kirchen, in der Fassung von 1540 (Variata) auch der reformierten Kirchen.[1]

Augsburger Reichs- und Religionsfrieden

September 25, 1555

Als Augsburger Reichs- und Religionsfrieden wird ein Reichsgesetz des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation bezeichnet, das den Anhängern der Confessio Augustana (eines grundlegenden Bekenntnisses der lutherischen Reichsstände) dauerhaft ihre Besitzstände und freie Religionsausübung zugestand. Das Gesetz wurde am 25. September 1555 auf dem Reichstag zu Augsburg zwischen Ferdinand I., der seinen Bruder Kaiser Karl V. vertrat, und den Reichsständen geschlossen.[1]

Der Augsburger Reichs- und Religionsfrieden gilt als ein wichtiges Verfassungsdokument des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Genau genommen setzte sich das Augsburger Friedenswerk aus zwei Teilen zusammen: Es gilt daher, beim Reichsabschied zwischen den Regelungen, die ausschließlich das Verhältnis der Konfessionen bestimmten (Augsburger Religionsfriede, § 7–30), und denjenigen, die allgemeinere politische Beschlüsse festsetzten (Reichsexekutionsordnung, § 31–103), zu differenzieren.[2]

Mit dem Augsburger Religionsfrieden wurden erstmals durch reichsrechtliche Beschlüsse die grundlegenden Bedingungen für eine friedliche und dauerhafte Koexistenz von Luthertum und Katholizismus im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation festgesetzt.[3][4] Dazu zählten einerseits eine weitgehende Verwirklichung der Parität der Konfessionen durch den Gleichheitsgrundsatz, andererseits die implizite Verkündung eines Landfriedens. Außerdem verdrängte der Augsburger Reichs- und Religionsfrieden die Idee des universalen christlichen Kaisertums, wobei die Vorstellung einer eventuellen späteren Wiedervereinigung der beiden Konfessionen nicht ausgeschlossen wurde.[5] Im Allgemeinen wird der Augsburger Religionsfrieden als vorläufiger Abschluss des Reformationszeitalters in Deutschland angesehen, das 1517 durch den Augustinermönch Martin Luther initiiert worden war.

Schweiz

Ulrich Zwingli

January 1, 1484

Heinrich Bullinger

1504

Heinrich Bullinger (* 18. Juli 1504 in Bremgarten, Aargau; † 17. September 1575 in Zürich) war ein Schweizer Reformator und während 44 Jahren Antistes der Zürcher reformierten Kirche. Er war einer der führenden Theologen des Protestantismus im 16. Jahrhundert.

Commentarius de vera et falsa religione

1525

Zwingli verfasste das Werk 1525 im Sinne eines evangelischen Glaubensbekenntnisses, nachdem er seine politischen und theologischen Lehren in Zürich durch mehrere Disputationen gefestigt hatte. Das Werk ist dem französischen König Franz I. gewidmet, welchen die Reformatoren zur Konversion bewegen wollten. Zwingli adressiert die Schrift allerdings an die gelehrte Öffentlichkeit in ganz Europa. Sein Werk dient der Profilierung seiner Theologie in Abgrenzung zum Katholizismus, zur Täuferbewegung und zur Theologie Martin Luthers.

Berner Disputation

January 6, 1528 - January 26, 1528

Die Berner Disputation (auch Berner Religionsgespräch), die vom 6. bis zum 26. Januar 1528 stattfand, war eine obrigkeitlich angeordnete Disputation zwischen Anhängern der Reformation und Vertretern der altgläubigen Kirche. In ihrer Folge führte Bern die Reformation ein und verhalf ihr so in der Schweiz letztlich zum Durchbruch.

An der Disputation in der alten Barfüßerkirche nahmen neben dem Großen Rat und den fast 300 Geistlichen der Stadt und des Landgebiets zahlreiche Auswärtige teil. Die 60-köpfige Delegation aus Zürich stand unter der Leitung Zwinglis. Weitere prominente reformierte Theologen waren Johannes Oekolampad aus Basel, Joachim Vadian aus St. Gallen, Martin Bucer und Wolfgang Capito aus Straßburg, Ambrosius Blarer aus Konstanz und Konrad Sam aus Ulm. Obwohl die vier Bischöfe ebenso wie Vertreter der katholischen Innerschweizer Orte fernblieben, waren auch altgläubige Theologen beteiligt, mit Konrad Träger und Johannes Buchstab als Wortführer. Das Präsidium unterband persönliche Angriffe und sorgte für eine unmittelbare Protokollierung aller Wortbeiträge.

Froschauer-Bibel

1531

Die Ursprünge der Zürcher Bibel gehen auf die Reformation in Zürich unter Ulrich Zwingli zurück. In den Jahren 1524 bis 1529 erschienen beim Zürcher Buchdrucker Christoph Froschauer zuerst das Neue Testament und dann die einzelnen Teile des Alten Testaments nebst den Apokryphen. Der deutsche Text folgte zunächst der Übersetzung Martin Luthers, gelangte dann aber fünf Jahre vor Vollendung der Lutherbibel zum Abschluss. An der Übersetzung war neben Zwingli vor allem sein Freund Leo Jud, damals Pfarrer an der Kirche St. Peter (Zürich), beteiligt.

Die Froschauer-Bibel von 1531 enthielt eine Vorrede von Zwingli und Zusammenfassungen der einzelnen Kapitel. Eine Neubearbeitung des Alten Testaments erfolgte mit der Ausgabe von 1540. 1574 erfolgte eine Revision des Neuen Testaments, 1589 wurde die Verseinteilung eingefügt.

Genf nimmt offizell Reformation an

August 1535

Frankreich

Wolfgang Capito

1478

Wolfgang Capiton, né en 1478 à Haguenau et mort le 4 novembre 1541 à Strasbourg, est un réformateur et un théologien alsacien.

Guillaume Farel (Geburt)

1489

Pierre Robert Olivétan

1506

Louis Olivier1, ou Pierre Robert, surtout connu sous celui de Pierre Robert Olivétan (1506-1538), est un érudit humaniste français né à Noyon vers 1506 et mort à Rome en 1538. Cousin de Jean Calvin, il est l'auteur de la première traduction protestante de la Bible en français à partir des textes originaux (en hébreu et en grec)2. Son œuvre de prédicateur réformé et de traducteur le conduisit à multiplier les pseudonymes astucieux afin de ne pas cumuler sur sa tête les risques de condamnation. Ainsi se nomme-t-il au fil des éditions et des documents : P. Robertus Olivetanus, Robertus Olivetanus, Robertus, Pierre Robert, Pierre Trebor, Kepha, Pierre ou Louis (dans la correspondance des réformateurs), Olivet, Belisem, Belisem de Belimakom, Louis Olivier enfin dans la seule lettre authentique que les archives de Neuchâtel conservent de lui.

Jean Calvin

July 10, 1509

Jean Calvin (forme latinisée du nom Jehan Cauvin), né le 10 juillet 1509 à Noyon (Picardie), et mort le 27 mai 1564, à Genève, est un théologien, un important réformateur, et un pasteur emblématique de la Réforme protestante du XVIe siècle, notamment pour son apport à la doctrine dite du calvinisme.

Après des études de droit, Calvin rompit avec l'église catholique romaine vers 1530. Du fait des persécutions contre les protestants en France, Calvin se réfugia à Bâle, en Suisse, où il publia la première édition de son œuvre maîtresse, l'Institution de la religion chrétienne en 1536. La même année, il fut recruté par Guillaume Farel pour aider à la réforme de l'église à Genève. Le conseil municipal résista à l'application des idées de Calvin et de Farel et les deux hommes furent expulsés. À l'invitation de Martin Bucer, Calvin se rendit à Strasbourg où il séjourna entre 1538 et 1541, devenant pasteur d'une église de réfugiés français et wallons. Il continua de soutenir le mouvement réformateur à Genève et fut finalement invité à revenir dans la cité genevoise en 1541.

Épîtres et Évangiles pour les 52 dimanches de l'an

1525

La Sainte Bible en français

1530

La Sainte Bible en français, translatée selon la pure et entière traduction de Saint-Hierosme, Übersetung von Lefèvre

Bible des Martyrs

1535

La première édition de la traduction française de la Bible a souvent été nommée « Bible des Martyrs » par les historiens protestants, en référence aux répressions féroces dont les vaudois du Piémont, de Provence et de Calabre furent l'objet. Elle est aujourd'hui connue sous le nom de « Bible d'Olivétan »13. Elle est publiée le 4 juin 1535 sur les presses de l'imprimerie de Pierre de Wingle, située à Serrières.

Institutio Christianae Religionis

1536

England

Niederlanden

Erasumus von Rotterdam

October 28, 1466

Erasmus wurde als unehelicher Sohn des Goudaer Priesters[1] Rotger Gerard und seiner Haushälterin, einer Arzttochter, zwischen 1464 und 1469 wahrscheinlich in Rotterdam geboren. Er hatte einen drei Jahre älteren Bruder namens Peter, mit dem er zusammen erzogen wurde. Den Beinamen Desiderius fügte sich Erasmus später hinzu und benutzte ihn ab 1496.[2]